Lichtideen fürs Wohnzimmer

In jedem Haus bildet das Wohnzimmer den zentralen Lebensmittelpunkt: Vom geselligen Beisammensein mit Familie und Freunden über kreatives oder konzentriertes Arbeiten bis hin zum Relaxen… beim Fernsehen, Lesen oder Musikhören gehen wir in diesem Raum vielen unterschiedlichen Tätigkeiten nach.

Spätestens wenn die Tage wieder kürzer werden, merken wir, welche wichtige Rolle die Wohnzimmerbeleuchtung bei alledem spielt. Denn neben der rein funktionalen Aufgabe, für die vielfältigen Aktivitäten immer ausreichend helles Licht zu spenden, hat die Beleuchtung auch einen spürbaren Einfluss auf unser Wohlbefinden sowie auf die Wirkung eines Raumes. Dabei ist es vielen oftmals gar nicht bewusst, welche Lichtstimmungen sie als anregend, beruhigend oder eben einfach als angenehm empfinden.

Experimentieren Sie mit mehreren Lichtquellen!

Um nun im eigenen Wohnzimmer mit möglichst viele unterschiedliche Lichtszenen experimentieren zu können, bedarf es einer flexiblen Beleuchtung. Den Ansprüchen an einer funktionalen und zugleich ästhetisch ansprechenden Lichtgestaltung kann eine Lichtquelle allein allerdings nicht gerecht werden. Stattdessen empfiehlt sich gerade für den zentralen Wohnbereich der Einsatz mehrerer Leuchten in möglichst unterschiedlichen Bauarten.

Hierbei ist es natürlich nicht das Ziel, für eine Festbeleuchtung zu sorgen und hohe Stromkosten zu verursachen. Vielmehr bieten mehrere Lampen die Möglichkeit, in jedem einzelnen Wohnzimmerbereich optimales, für die jeweilige Tätigkeit angemessenes Licht zur Verfügung zu haben, ohne dass dabei zusätzliche Lichtquellen eingeschaltet werden müssen.

Die professionelle Lichtplanung beginnt daher stets mit den Fragen, in welche unterschiedlichen Bereiche sich das Wohnzimmer aufteilen lässt, welchen Aktivitäten dort jeweils nachgegangen wird und welches Licht man hierfür benötigt. Auch Faktoren wie der Raumschnitt, architektonische Besonderheiten, die Menge und Richtung des einfallenden Tageslichts sowie die Einrichtung des Wohnzimmers werden in die Überlegungen zur Lichtgestaltung miteinbezogen.

So finden Sie ein individuelles Beleuchtungskonzept für Ihr Wohnzimmer!

Um für ein bestimmtes Wohnzimmer ein optimales Beleuchtungskonzept zu entwickeln, unterscheidet die Lichtplanung in Grundbeleuchtung, Platzbeleuchtung und Akzentbeleuchtung.

Der allgemeinen Raumbeleuchtung kommt die Aufgabe zu, ein gleichmäßiges Helligkeitsniveau für den gesamten Raum zu garantieren, damit sich Neuankömmlinge schnell orientieren können und nicht über liegen gelassene Dinge stolpern. Von der klassischen Deckenleuchte über Einbauleuchten bis hin zu Schienen- und Seilsystemen kommen für die Allgemeinbeleuchtung vielfältige Beleuchtungslösungen in Frage. Dazu gehören durchaus auch Möglichkeiten der Indirektbeleuchtung wie beispielsweise Voutenleuchten, in Deckenprofile integrierte LED-Stripes, Deckenfluter oder Leuchten, die ihr Licht vorrangig über einen großflächigen Schirm abgeben. Bei allen genannten Varianten sollten Besitzer auf die Dimmbarkeit der ausgewählten Leuchtenmodelle achten, da diese einen größeren Spielraum für die Lichtgestaltung mit sich bringen.

Lichtquellen, die für die Platzbeleuchtung vorgesehen sind, haben wiederum die Funktion, einen bestimmten Bereich des Wohnzimmers mit hellem, direkten Licht zur versorgen. Im Sitzbereich mit Couch und Sesseln können etwa zwei baugleiche Tischleuchten auf Beistelltischen platziert werden. Sie erhellen die Gesichtszüge der anwesenden Personen, ohne dabei zu blenden. Denkbar wären aber auch eine oder zwei Wandleuchten über dem Sofa oder eine Stehleuchte neben diesem, die dann gleichzeitig auch als Leselampe genutzt werden kann.

In vielen Wohnzimmern trifft man als weitere Zone außerdem den Essbereich an. Für diesen sind als Lichtquelle eine große bzw. mehrere kleine Pendelleuchten sehr beliebt. Auch ein verspielter oder moderner Kronleuchter hängt über den einen oder anderen Esstisch. Bei der Auswahl der Hängeleuchten sollte ebenfalls auf Dimmbarkeit und zusätzlich auf Höhenverstellbarkeit geachtet werden. Die letztere Eigenschaft ist vor allem dafür wichtig, dass der Sichtkontakt der am Tisch sitzenden Personen nicht durch den Leuchtenschirm beeinträchtigt wird. Außerdem können Kinder, die am Esstisch basteln oder ihre Schularbeiten erledigen, das Licht optimal an ihre Bedürfnisse anpassen.

In wessen Wohnzimmer über dem Esstisch kein Stromanschluss vorhanden ist, der kann alternativ auch auf eine sogenannte Angelleuchte zurückgreifen. Bei dieser handelt es sich um eine mobile Stehleuchte, deren Struktur halbkreisförmig gebogen ist, so dass der Leuchtenkopf wie eine Hängeleuchte über dem Esstisch schwebt.

Zur Platzbeleuchtung seien abschließend noch einige andere Wohnzimmerbereiche samt ihrer geeigneten Beleuchtungslösungen genannt: die Leseecke mit Bücherwand und Lesesessel davor, für die eine Stehleuchte bzw. eine Wandleuchte mit schwenkbaren Leuchtenkopf optimal ist, weiterhin der Fernsehbereich, in dem sich der Augengesundheit zu liebe eine Standleuchte mit vorrangig indirektem Licht oder eine Wandleuchte mit nach oben oder unten gerichteten Lichtstrahl befinden sollte; schließlich hat heutzutage schon so mancher auch einen heimischen Arbeitsplatz in seinem Wohnzimmer integriert, für den eine Schreibtischleuchte mit beweglicher Struktur und einem brillanten, farbechten Licht unerlässlich ist.

Last but not least noch einige Hinweise zur Akzentbeleuchtung, die vor allem der ästhetischen Lichtgestaltung dient. Hierbei wird mittels einzelner Lichtakzente eine bestimmte Lichtstimmung kreiert. Das kann beispielsweise durch Einbauspots erfolgen, die das Relief von Wandpanellen erhellen, ebenso durch Bilderleuchten, die feine Details von Gemälden zur Geltung bringen, Einbaustrahler, die Skulpturen in Szene setzen oder Leuchten, die aufgrund ihres außergewöhnlichen Designs für beeindruckende Lichteffekte sorgen und damit beispielsweise lange leere Wände beleben. Aber auch Kerzen, Lichterketten und farbige LED-Lichter schenken vielfältige Möglichkeiten für die individuelle Lichtgestaltung im Wohnzimmer.

Der eigenen Kreativität sind in dieser Hinsicht kaum Grenzen gesetzt; dennoch gilt es einige Punkte zu beachten. So sollten die akzentualen Lichtpunkte deutlich heller als die Grundbeleuchtung im Raum sein. Weiterhin sollten die Lichtinseln in erkennbaren Abstand zueinander platziert werden, aber in ihrer Gesamtheit einem erkennbaren Muster folgen, das auch die Architektur des Raumes widerspiegelt. Der letztere Punk gilt insbesondere dann, wenn mehrere Einbauleuchten oder baugleiche Wandleuchten zum Einsatz kommen.

Auf die entstehende Lichtstimmung üben unter anderem die Bauart der Leuchten sowie das Helligkeitsniveau und die Lichtfarbe der eingesetzten Leuchtmittel einen entscheidenden Einfluss aus. Hinsichtlich der Lichtfarben unterscheidet man zwischen Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß, wobei erstere als besonders gemütlich empfunden wird, und letztere eher aktivierend auf Körper, Geist und Seele wirkt.

Quelle: LightingDeluxe.de – Lampen und Leuchten im modernen Design

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